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Der Holz.net-Service: Rechtsberatung online


Unsere Partnerin in Rechtsfragen ist Frau Rechtsanwältin Dr. Stefanie Theis aus der Wirtschafts- und Steuerkanzlei Fromm & Maurer, Mainz/ Koblenz.
Sie ist Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht und insbesondere auf den Bereich des öffentlichen Vergaberechts spezialisiert.
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der Vertragsberatung bei der Umsetzung neuer Effizienztechnologien.
Weitere Informationen unter www.rechtsanwaeltin-theis.de.

Telefon: +49 (0)6131/221077

Fax: +49 (0)6131/235353

Zu den Themen Baurecht, Architektenrecht, Vergaberecht.

Vereinbaren Sie einen Telefontermin oder eine persönliche Besprechung.
Nehmen Sie Bezug auf Holz.net, es wird Ihnen dann ein entsprechendes Beratungsangebot unterbreitet.


Von Frau Theis zusammengestellt - finden Sie hier:

Aktuelle Urteile


Das aktuelle Urteil


Öffentliches Vergaberecht: Produktvorgabe


Nach § 9 Nr. 10 (VOB/A 2006) darf der Auftraggeber nur dann bestimmte Produktionen, Herkunft oder ein besonderes Verfahren vorschreiben, wenn der Auftragsgegenstand nicht hinreichend genau und allgemein verständlich beschrieben werden kann. In jedem Fall muss ein solcher Verweis dann aber mit dem Zusatz "oder gleichwertig" versehen werden. Sinn ist, dass nicht bestimmte Unternehmen oder bestimmte Produkte begünstigt oder ausgeschlossen werden.

Ausschreibungen, die das Fabrikat sowie den Typ im Leistungsverzeichnis zwingend vorgeben, ohne den Zusatz "oder gleichwertiger Art" sind unzulässig. Eine solche Ausschreibungsform stellt einen schwerwiegenden Vergaberechtsverstoß dar.

Wird ausnahmsweise ein bestimmtes Produkt gefordert, muss sich aus dem Vergabevermerk (§ 30 Nr. 1 VOB/A) ergeben, welche Gründe für die Auswahl der einzelnen Produkte, als auch z. B. die Nichtzulassung von Nebenangeboten ausschlaggebend waren.

Rügt ein Bieter eine rein produktspezifische Ausschreibung hat er - so die VK Hessen - Erfolg. Die Vergabekammer hat den Auftraggeber aufgrund derartiger Vergabeverstöße verpflichtet, die Ausschreibung aufzuheben und unter Beachtung der Vorgaben der VOB/A neu auszuschreiben. Der Verstoß gegen die produktneutrale Ausschreibung stellt einen Aufhebungsgrund dar.

Da in der Praxis fast nur so ausgeschrieben wird, ist nochmals deutlich darauf hinzuweisen, dass bei öffentlichen Ausschreibungen auch die Produktangabe mit dem Zusatz "oder gleichwertiger Art" die Ausnahme darstellen soll, da grundsätzlich nicht ein Produkt als Substitut für eine allgemeine Beschreibung herangezogen werden soll, sondern die Leistung nach allgemeinen Kriterien zu beschreiben ist.

VK Hessen, Beschluss vom 11.12.2006 - 69d-VK-60/2006


mitgeteilt von Stefanie Theis, Mainz
Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht
www.fromm-maurer.de
mainz@fromm-maurer.de



Aktuelle Urteile

Aus dem Gebiet Baurecht, VOB, Abnahme werden hier aktuelle Urteile dargestellt und erläutert.

Schlaggeräusche bei Nutzung der Wasserleitungen

17.01.08 

Das Landgericht Aachen hat einen Unternehmer zur Mängelbeseitigung verurteilt, weil es bei der Nutzung der von ihm verlegten Wasserleitungen zu Schlaggeräuschen kam. Dies sei, so das Landgericht, ein Ausführungsmangel. Die Schlaggeräusche hätten verhindert werden können, wenn eine Ummantelung und Befestigung der Wasserrohre erfolgt wäre. Auch wenn es für diesen Bereich keine DIN-Normen gäbe, müsse sich der Unternehmer über den Inhalt einer fachgerechten Ausführung informieren. mehr...


Hausinstallation: Installateur darf von üblichen Betriebsbedingungen ausgehen

17.01.08 

Nach der Installation von Wasserleitungen tritt aus den Wasserzapfstellen im Obergeschoss eines Hauses rostiges Wasser aus. Der Bauherr rügt dies gegenüber dem Sanitärinstallateur als Mangel. Ein Sachverständiger stellt fest, dass das Wasser erhöhte Konzentrationen an Metallen und anderen Inhaltsstoffen enthält. Der Bauherr ist der Auffassung, der Sanitärinstallateur habe fehlerhaft verzinkte Ventile verbaut, zudem fehle das Prüfzeichen des Herstellers. mehr...


Beginnt die Verjährungsfrist neu zu laufen, wenn der Lieferant neue Teile liefert oder gelieferte Teile nachbessert?

03.05.07 

Nach den gesetzlichen Regelungen ist zwischen der Hemmung der Verjährung (BGB § 203) und dem Neubeginn (VOB/B § 12 Abs. 1 Nr. 1) der Verjährung zu unterscheiden. Ein Neubeginn der Verjährung ist immer dann anzunehmen, wenn sich aus dem Verhalten des Verkäufers unzweideutig ergibt, dass er seine Mängelbeseitigungsverpflichtung uneingeschränkt anerkennt und sein Wahlrecht entweder durch Neulieferung oder Nacherfüllung ausübt. mehr...


Was sind Kosten der Nacherfüllung im Sinne des § 439 Abs. 2 BGB?

03.05.07 

Der Fall ist häufig. Ein Unternehmer ist verpflichtet, bei seinen Vertragspartnern Anlagen oder Anlagenteile einzubauen. Die einzubauenden Teile bezieht er von seinen Lieferanten. Gegenüber dem Kunden haftet er auch für diese Teile/ Baustoffe auf Gewährleistung. Stellt sich nun heraus, dass eingebaute Teile mangelhaft sind, stellt sich immer wieder die Frage, ob der Handwerker vom Baustofflieferanten neben der Mängelhaftung für das Material auch die Kosten für den Aus- und Wiedereinbau der nachgelieferten Kaufsache verlangen kann. mehr...


Nochmals: Überprüfung einer Mängelrüge / Vergütungsanspruch des AN?

03.05.07 

Das Amtsgericht Fritzlar hat mit Urteil vom 27.06.2006 - 8 C 729/06 - entschieden, dass durch Überprüfungsarbeiten ein Werkvertrag auch dann nicht zustandekommt, wenn der Unternehmer vor Überprüfung der Mängelrüge schriftlich mitteilt, dass für den Fall, dass die Mängelrüge unbegründet sei, eine Vergütung in bestimmter Höhe für die Tätigkeit beansprucht wird. mehr...


Wann sind Mängelbeseitigungskosten unverhältnismäßig?

03.05.07 

Unklare Leistungsbeschreibung / Angebotsbegleitschreiben zur Festlegung des Vertragsinhalts

03.05.07 

Öffentliches Vergaberecht: Produktvorgabe

03.05.07 

Darf sich der Auftragnehmer auf die Fachplanung verlassen?

03.05.07 

Mündliche Absprachen

22.02.07 

Qualitätsanforderungen und Güteklassen

22.02.07 

Insolvenz des Auftragnehmers

22.02.07 

 
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