Die Dendrochronologie (griech. dendron = Baum, chronos = Zeit) ist eine Datierungsmethode der Archäologie, der Kunstwissenschaft und der Dendroökologie. mehr...
Die Leitungsbahnen der Gefäßpflanzen werden in Xylem und Phloem unterschieden. Sie ziehen sich durch den gesamten Spross und transportieren das Wasser in die Blätter und die Assimilate in die Speicherorgane der Pflanze. Dabei transportiert das Xylem das Wasser und das Phloem die Assimilate. Gefäßsporenpflanzen, Bedecktsamer und Nacktsamer unterscheiden sich unter anderem in der Anordnung dieser Leitungsbahnen. mehr...
Lignin (zu lateinisch lignum "Holz") ist ein phenolisches Makromolekül aus verschiedenen Monomerbausteinen und ein fester, farbloser Stoff, der in die pflanzliche Zellwand eingelagert wird und dadurch die Verholzung der Zelle bewirkt (Lignifizierung). Lignin ist damit neben der Zellulose der häufigste organische Stoff der Erde. mehr...
Der Begriff Meristem oder Bildungsgewebe bezeichnet einen Gewebetyp der Pflanzen, der aus undifferenzierten so genannten embryonalen Zellen besteht. Man findet primäre Meristeme einerseits im oberirdischen Teil der Pflanzen am äußersten Ende der Sprossspitzen. Hier werden Meristeme als Sprossapikalmeristeme bezeichnet. Darüber hinaus besitzen Wurzeln an ihren äußersten Spitzen Meristeme, die Wurzelmeristeme. Die Zellen der Meristeme sind, im Gegensatz zu ausdifferenzierten Zelltypen, theoretisch unbegrenzt teilungsfähig. Das Wachstum der Pflanzen beruht im Allgemeinen darauf, dass Spross- und Wurzelmeristeme an gegenüberliegenden Polen der Pflanze laufend Zellen an den Pflanzenkörper abgeben, die sich zu unterschiedlichen Organen, wie Spross, Wurzeln, Blättern, Seitentrieben oder Blüten entwickeln. mehr...
In der Botanik bezeichnet Phloem (auch Siebteil oder Leptom = Siebteil ohne Festigungselemente) das Leitgewebe für den Nährstofftransport von den Blättern in Richtung Wurzeln. Zum Beispiel wird der vom Chlorophyll der Blätter produzierte Zucker innerhalb des Phloems in andere Pflanzenorgane transportiert. mehr...
Als Sklerenchym bezeichnet man ein Festigungsgewebe bei Pflanzen. Es tritt meist als Schicht um ein Leitbündel auf. Sklerenchymzellen bilden verdickte Sekundärzellwände aus, diese sind oft durch Lignin verstärkt. mehr...
Der Begriff Trachee bezeichnet in der Botanik ein Gefäßelement des Xylems, welches sich im Leitbündel der Sprossachse höherer Pflanzen befindet. Angiosperme Samenpflanzen "transportieren" mit Hilfe der Tracheen Wasser aus den Wurzeln in die Blätter. Hierbei spielt der Wurzeldruck und der Transpirationssog eine Rolle. Tracheen sowie Tracheiden sind tote, verholzte Zellen. Nach Auflösung des Zellkerns und des Protoplasmas verbleiben neben einigen Resten des Endoplasmatischen Reticulums und Mitochondrien nur die kahlen Zellwände, die die eigentliche Transportfunktion erfüllen. mehr...
Im Holz von Angiospermen finden sich großlumige Tracheen für den Wassertransport. Im Zuge des sekundären Dickenwachstums werden diese vom Kambium immer wieder neu angelegt. Die nun weiter innen liegenden Tracheen sind nicht mehr aktiv am Wassertransport beteiligt. Tracheen sind tote Zellen, die sich in langen Bahnen längs durch den Spross ziehen. Da es für Schädlinge ein leichtes wäre durch diese "Kanäle" in die Pflanze einzudringen, verschließt die Pflanze diese, indem lebende Parenchymzellen, die um die Trachee liegen, durch Tüpfel in diese hineinwachsen, so eine Thylle bilden und die Trachee verschließen. Anschließend verholzen diese Parenchymzellen ebenfalls. mehr...
Das Xylem oder der Holzteil der höheren Pflanzen ist ein komplexes, holziges Leitgewebe, das dem Transport von Wasser und anorganischen Salzen durch die Pflanze dient, aber auch Stützfunktionen übernimmt. Das Xylem findet sich zusammen mit dem Phloem in Leitungsbahnen, den so genannten Leitbündeln, die die Sprossachsen (auch Stängel genannt), die Blattstiele und Blätter sowie die Blüten durchziehen. Wurzeln besitzen einen zentralen Xylemkern. mehr...
Die Zellulose (auch Cellulose) ist der Hauptbestandteil von pflanzlichen Zellwänden (Massenanteil 50%). Die Zellulose ist deshalb das häufigste Polysaccharid. Sie ist ein unverzweigtes Polysaccharid, das aus mehreren Hundert bis zehntausend ß-Glucose-Molekülen ((1-4)ß-glykosidische Bindung) besteht. Cellulose wird in der Plasmamembran gebildet und vernetzt sich untereinander zu fibrillären Strukturen. Die räumliche Anordnung der Cellulosefibrillen wird durch die Microtubuli gesteuert. mehr...